
UPDATE: Im Jahr 2010 hat sich einiges geändert – hier gibt es einen aktuellen Vergleich des O2o Tarifes
Am 5. Mai renoviert O2 sein Tarifkonzept. Neu unter anderem: O2o, der erste flexible Handytarif der zur Flatrate in alle Netze wird und gleichzeitig die günstigste Flatrate in alle Netze am Markt darstellt. Und so funktioniert es: Gespräche und SMS in alle Netze werden mit 15 Cent je Minute bzw. SMS in Rechnung gestellt – aber nur bis zu einem monatlichen Maximum von 60 Euro, dann greift der “Kosten Airbag” (O2 Marketing Jargon). Grundgebühr und Mindestumsatz gibt es nicht, wer nicht telefoniert, zahlt nichts. Wer viel telefoniert bzw viele SMS verschickt, zahlt maximal 60 Euro.
Für Vieltelefonierer ist dieser Tarif sicherlich ein sehr attraktives Angebot, schlägt er doch die anderen Full Flats um längen. Bei Vodafone und T-Mobile werden für die Allnet bzw. Max L Flatrate in alle Netze 79,95 Euro fällig, bei congstar (T-Mobile Netz) immerhin noch 59,99 Euro, im Gegensatz zu O2o werden jedoch bei allen anderen Alternativen die SMS mit je 19 Cent extra berechnet.
Für Normal- und Wenigtelefonierer ist jedoch weiterhin Kopfrechnen angesagt, denn leider ist der Minutenpreis in Höhe von 15 Cent im Vergleich mit Discounter Angeboten wenig attraktiv. Bei Maxxim, einem Discounter im T-Mobile Netz, telefoniert man für 8 Cent/Minute bzw 8 Cent je SMS in alle Netze. Das bedeutet, dass die Nutzung eines Discounters für die meisten Nutzer weiter günstiger bleibt als O2o. Erst bei einer Gesprächsdauer von mehr als 12,5 Stunden schlägt O2o den Discounter Maxxim. Simyo, Fonic und congstar müssen sich bereits nach knapp über 11 Stunden Nutzung dem O2o Kostenairbag geschlagen geben.

In der Grafik sieht man den Abstand deutlich. Telefoniert man beispielsweise 4 Stunden im Monat, würde man dafür bei Maxxim mit 19,20 Euro zur Kasse gebeten, bei O2o hingegen stünden bereits 36 Euro auf der Rechnung.
Lohnt sich O2o für mich?
Pauschal kann man sagen, dass jeder, der nicht regelmäßig über 11 Stunden im Monat telefoniert (oder 6 Stunden telefoniert und 300 SMS sendet) mit einem Discounter, wie z.B. Maxxim, günstiger telefoniert. Telefoniert man regelmäßig mehr, lohnt sich O2o. Auch im Vergleich zu Vodafone Allnet, T-Mobile Max L und der Congstar Fullflat würde ich jederzeit O2o den Vorrang geben – schließlich stehen bei der Konkurrenz z.b. auch im Urlaubsmonat 60-80 Euro auf der Rechnung, während bei O2 hier ohne Nutzung keine Kosten entstehen.
Vertragslaufzeit & Bonus
Eine Mindestvertragslaufzeit gibt es im neuen O2o Tarif nicht, treue Kunden werden jedoch belohnt: Nach sechs Monaten Laufzeit erhält man einen Bonus in Höhe von 5% auf die folgenden Rechnungen, dieser Bonus wird allerdings erst nach einem weiteren halben Jahr ausgezahlt.
Meine Meinung: Ein tolles neues Angebot und ein Schritt in die richtige Richtung, doch offensichtlich baut O2 darauf, möglichst viele Normal und Wenigtelefonierer mit diesem dynamischen Tarifmodell binden zu können, diese müssen dann durch die vergleichsweise ungünstigen 15 Cent/Minute die wenigen Vieltelefonierer subventionieren. Daher mein Rat: Vor Abschluss überlegen, ob man zu der kleinen Kundengruppe gehört, die von diesem neuen Angebot profitiert. Und noch ein Denkanstoß: Ein Kunde, der im Durchschnitt 4 Stunden im Monat telefoniert, zahlt in diesem Tarif in 24 Monaten 403,20 Euro zu viel.(Maxxim vs. O2o).
Zum Angebot O2o bei O2 Online (JETZT verfügbar)
Zur Congstar Fullflat (59,99/Monat im T-Mobile Netz, aber keine SMS inkl.)
Zum Discounter Maxxim (8 Cent Min/SMS in alle Netze, KEINE Grundgebühr oder Mindestumsatz, T-Mobil Netz)
Zum Discounter Fonic (9 Cent Min/SMS in alle Netze, KEINE Grundgebühr oder Mindestumsatz, O2 Netz)
Übersicht: Discounter Angebote im April
Berichte:
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